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Therapeutische Ergebnisse der Blutegel-Substanzen
- hemmt die Blutgerinnung
- lindert den Schmerz
- fördert die Durchblutung
- hemmt Entzündungen
- reinigt die Blutgefäße
- regt das Lymphsystem an
- wirkt sich positiv auf das Narbengewebe aus
- kann stimmungsaufhellend wirken
Blutegel werden in der lokalen und systemischen Behandlung eingesetzt. Dabei werden in vielen Fällen auch die Reflexzonen berücksichtigt.
Wirkung und Einsatzgebiete der Blutegeltherapie
Für den Erfolg der Behandlung ist nicht der Aderlass ausschlaggebend, sondern der Speichel. Während der Blutegel saugt, sondert er Speichel in die Wunde ab. Dieser enthält über 100 Wirkstoffe.
Dabei ist insbesondere der Wirkstoff Hirudin für die Heilung wesentlichen, da er im Vergleich zu Heparin eine 10fach höhere Wirkung erzielt. Heparin wird meist in Form von Salben angewandt.
Worauf Sie nach der Blutegelbehandlung achten sollten
Beachten Sie folgende Regeln, da Hirudin die Blutgerinnung verlangsamt und aufgrund dessen eine Nachblutung von circa 12-24 Stunden einkalkuliert werden muss:
- Halten Sie ein bis zwei Tage Ruhe und betreiben Sie eine Woche lang keinen Sport.
- Versorgen Sie sich ausreichend mit Flüssigkeit, da Sie pro eingesetztem Blutegel circa 20-30 ml Blut verlieren.
- Vermeiden Sie es sich zu kratzen, um einer Infektion vorzubeugen.
Nach der Behandlung können Sie entscheiden, ob die Blutegel fachgerechte entsorgt werden oder kostenpflichtig auf einer „Rentnerfarm“ verbleiben.
Für wen ist eine Blutegeltherapie nicht
geeignet
Fälle, in denen die Blutegeltherapie nicht eingesetzt werden sollte:
- bei Patienten mit Gerinnungsstörungen (angeborene Bluterkrankheit)
- bei Anämie
- bei Patienten die zum Beispiel Marcumar, Warfarin oder Immunsuppressiva nach Organ-Transplantationen einnehmen
- während der Schwangerschaft
- bei akuten Infekten
- während der Menstruation
- bei schwerer Allgemeinerkrankung oder vor Operationen
- bei tiefen Beinvenen-Thrombosen